Wir rotten uns zusammen: Ergebnisse der Mitgliederversammlung

Pressemitteilung der IG Kultur Steiermark vom 16.1.2011 zur Mitgliederversammlung vom 13.1.2011 im Forum Stadtpark

 

Ergebnisse einer Zusammenrottung - IG Kultur Steiermark blickt nach Mitgliederversammlung kämpferisch in den Frühling

 

>> Audio File: Radio Soundportal, Montag, 17. Jänner 2011 (mp3)
>> Kleine Zeitung, 17. Jänner 2011
>> Steirerkrone, 17. Jänner 2011

 

Graz, 13.1.2011: Der Vorstand der IG Kultur Steiermark lud die Mitgliedervereine zum Strategiegespräch ins Forum Stadtpark. Die den Termin wahrnahmen, brachten zwar unfrohe Kunde vom Zustand der freien Kulturarbeit im Land, aber auch, wie erhofft, zahlreiche Anregungen an die Adresse der Interessensvertretung ihres Vertrauens.

Besonders die Unsicherheit über das Landesbudget stellt, wie rasch deutlich wurde, ein Hindernis für die kontinuierliche und konzentrierte Arbeit der Vereine dar, einerseits, weil es ja überhaupt erst im April beschlossen werden soll, andererseits, weil über die konkreten Sparvorhaben von Kulturlandesrat Buchmann Unklarheit herrscht (abgesehen von der uns gut erinnerlichen Absichtserklärungen, dass "sicher nicht linear" gespart werde).


Mehrfach wurde in diesem Zusammenhang auch die Klage laut, dass es angesichts der geringen Beträge, mit denen Kulturvereine selbst "normalerweise" zu operieren gezwungen sind, durch derartige Unsicherheiten leicht völlig unmöglich werden könne, den Betrieb in buchhalterisch ernstzunehmender und arbeitsrechtlich korrekter Weise aufrecht zu erhalten. Da einige der bei der "Zusammenrottung" vertretenen Vereine in der Grauzone zwischen Kultur und Wissenschaft, Forschung, Bildung oder dem Sozialbereich operieren, wurden auch die in diesen anderen Bereichen bereits spürbaren Einschnitte zum Thema.

Wenn zutrifft, was die Partei des Kulturlandesrats in ihrem Landtagswahlprogramm sinngemäß geschrieben hat - dass ein funktionierendes Bildungssystem wesentlich für die "Zukunft" des Landes Steiermark ist - dann beschneiden Sparmaßnahmen im Kulturbereich diese "Zukunft". Nicht zuletzt, wenn mann bedenkt, dass im Kulturbereich ca. 1.800 hoch qualifizierte (dh. gebildete) Personen für wenig Geld ihren Lebensunterhalt verdienen (vgl. z.B. Arbeitsklimaindex des Dachverbands der Salzburger Kulturstätten 2010).

Auch eingehend diskutiert wurde anlässlich der "Zusammenrottung" die künftige strategische Ausrichtung der Arbeit des IG-Vorstands. Wir beschlossen, in den kommenden Monaten (a) vermehrt Aufklärungsarbeit über die realen Arbeitsbedingungen im Kultursegment zu leisten, (b) einzelne Schritte, die wir im Zuge unserer Lobbyingarbeit für die steirischen Kulturvereine setzen, deutlicher wahrnehmbar für eine breite Öffentlichkeit zu machen, sowie (c) noch anzukündigende gezielte Aktionen zu setzen, mit denen wir hoffen, einzelne Mißstände zu beheben oder zumindest publik zu machen.