Kulturinitiativen

Im Rahmen unseres Jubiläumsthemas starteten wir im Dezember 2025 eine Umfrage zu „Regenerativer Kulturarbeit“. Zwei Monate sammelten wir Impulse aus dem Kultursektor und bei Interessierten: 45 Stimmen aus Vorarlberg und darüber hinaus teilten ihre Gedanken, Visionen und Erfahrungen und geben uns „Futter“ für unser Forschungsprojekt. Ein herzliches Dankeschön an die Teilnehmenden! „Kulturarbeit radikal fürsorglich denken“ ist eine der beeindruckenden Rückmeldungen und gleichzeitig ein motivierender Appell. Wir haben das Stimmungsbild zusammengefasst und veröffentlichen die Ergebnisse hier in Kürze und im Detail.
Presseaussendung: Am Montag, 2. März 2026, lädt die Österreichische UNESCO-Kommission gemeinsam mit der IG Kultur Vorarlberg zum öffentlichen UNESCO-Talk „Regenerative Kulturarbeit zwischen Krise und Transformation“ ins Theater am Saumarkt Feldkirch ein. Im Zentrum steht die Frage, wie Kunst und Kultur als regenerative Kraft gesellschaftliche und ökologische Transformationsprozesse unterstützen können und welche Rahmenbedingungen es dafür braucht. Impulse kommen von Klimabotschafterin Lea Brückner, der kulturpolitischen Sprecherin Daniela Koweindl, Autorin Sarah Kuratle, Musiker Andreas Paragioudakis, Biosphärenpark-Manager Matthias Merta und Kulturmanagerin Sabine Benzer. Bereits am Nachmittag findet im Palais Liechtenstein Feldkirch der Workshop "Künstlerische Freiheit und Satire" statt. Der Eintritt zu beiden Programmpunkten ist frei.
Am Montag, 2. März 2026, laden die IG Kultur Vorarlberg und die Österreichische UNESCO-Kommission zu einem diskursiven Abend im Theater am Saumarkt. Mit künstlerischen Impulsen und Einblicken von Expert:innen aus Kunst, Kultur, Umwelt und Politik werden regenerative Aspekte in Kunst und Kultur beleuchtet. Zu Gast sind Klimabotschafterin und Musikerin Lea Brückner, Autorin Sarah Kuratle, Interessensvertreterin der Bildenden Kunst Daniela Koweindl, Kulturmanagerin Sabine Benzer vom Theater am Saumarkt, Musiker Andreas Paragioudakis und Matthias Merta vom Biosphärenpark Großes Walsertal.
Inspiriert vom Call der oberösterreichischen KUPFzeitung zum Thema Senf wurde uns bewusst: Wir haben in Vorarlberg mit "Lustenauer Senf" ein kulturaffines Familienunternehmen, das auch mit dem Lustenauer "W*ORT" befreundet ist. Da liegt ein Austausch über Senf, Kultur und gewürzte Kompositionen aus beidem doch sehr nahe. Und auch wenn sich die Akteur:innen beider Einrichtungen schon lange kennen, erfuhren sie im Laufe des Gesprächs Neues über liegengebliebene Instrumente, Leidenschaften im Dunklen, den „heimeligen“ Geschmack der Erinnerung und über die große Verantwortung, ein Familienunternehmen zu führen.
Symbolbild Labyrinth mit grünem Pfeil, der Weg durch das Chaos zeigt; Welche Neuerungen gibt es bei der Bundesförderung für Kulturinitiativen? Unsere Nachlese fasst die häufigsten Fragen und Antworten aus dem Webinar am 4. September mit Mag. Karin Zizala und Mag. Sonja Olensky-Vorwalder (Abteilung Kulturinitiativen / BMWKMS) zusammen – von Fristen und Einreichbedingungen bis hin zu neuen Abgrenzungskriterien für Jahres- und Projektförderung und deren Auswirkungen für die Praxis.
Collage - verlassenes Kulturgebäude, Graffiti "nicht aller Tage Abend" © Bettina Mair Die Frage der Nachfolge für einen Kulturverein stellt kein einfaches Unterfangen dar – insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich die Anforderungen an Kulturarbeit, die strukturellen Gegebenheiten und Denkweisen grundlegend gewandelt haben. Auf Basis vieler Gespräche mit Personen aus Kulturinitiativen, die sich in einem Übergabeprozess befinden oder einen solchen bereits durchlaufen haben, analysiert Bettina Mair, welche zentralen Fragen sich die beteiligten Akteur*innen stellen sollten bzw. mit welchen Herausforderungen und Konfliktlinien sie sich im Zuge der Vereinsübergabe besonders häufig konfrontiert sehen und welche Bewältigungsstrategien hilfreich sein können.
Workshop "Modulare Synthesizer" in Kooperation von Inseminoid und Freirad © Barbara Alt Viele Kulturinitiativen beklagen, dass der Nachwuchs im Verein fehlen und junge Menschen sich nicht mehr ehrenamtlich engagieren würden wollen. Insbesondere wenn ein Leistungswechsel ansteht, wird die Übergabe an die nächste Generation vielfach als schwierig erlebt. Helene Schnitzer im Gespräch mit Lukas Trentini, Organisationsentwickler und Experte in der Kinder- und Jugendarbeit, über geänderte Erwartungshaltungen, Chancen der Partizipation und Faktoren für eine gelingenden Übergabe.
Fotogalerie Wien © Noemi Abraham In der Fotogalerie Wien, die seit über vierzig Jahren ein zentraler Ort für künstlerische Fotografie in Österreich ist, hat 2024 der berüchtigte Generationenwechsel stattgefunden. Susanne Gamauf, die langjährige Leiterin, hat das Kollektiv verlassen und damit eine Ära beendet. Für uns ist das eine inspirierende Übergabe und gleichzeitig eine Herausforderung. Der Wandel zeigt sich nicht nur in den Strukturen des basisdemokratischen kuratorischen Kollektivs, auch die die Rahmenbedingungen unserer Arbeit und unser Publikum sind einem Wandel unterworfen.
Bereits in "Warum macht uns Kultur so glücklich?" stellte die Kulturvermittlerin und Pädagogin Sabine Benzer eine These in den Raum, die sie mit verschiedenen Expertinnen und Experten in einem Buch zusammengefasst ausgiebig erörterte. Gut zehn Jahre später und zum 50-jährigen Jubiläum des Theater am Saumarkt Feldkirch setzt sich deren Geschäftsführerin mit bekannten Denker:innen, Autor:innen und Wissenschaftler:innen wie Lisa Herzog, Sabine Kock, Stefanie Gerold, Konrad Paul Liessmann, Michael Hirsch oder Michael Wimmer zu „guter Arbeit“ auseinander. Wir führten dazu ein Gespräch mit der Autorin.
Der Regierungswechsel unter der Führung der steirischen FPÖ hat bei den steirischen Kunst- und Kulturtätigen viele Unsicherheiten ausgelöst. Grund dafür sind unter anderem diverse Behauptungen, die die FPÖ in ihrem Wahlprogramm aufgestellt hat. Um für mehr Klarheit zu sorgen, hat die IG Kultur Steiermark die aktuellen Kernfragen und Fakten zusammengefasst.
Kulturstaatssekretärin Mayer hat heute eine Erhöhung des Budgets für Kulturinitiativen um 700.000 € (+15%) angekündigt. Die Interessenvertretungen der Kulturinitiativen begrüßen diese Erhöhung als ersten Schritt. Weitere Erhöhungen und eine Ausweitung des Empfängerkreises sind und bleiben aber notwendig.
An Landesrat Christian Buchmann und seine Abteilung erging ein offener Brief, da Ende August die Kulturinitiativen aufgefordert wurden, eine Kurzdarstellung ihres Vorhabens und einen aktualisierten Finanzplan für die Vertragserrichtung an die Kulturabteilung zu übermitteln. Die geforderte „Anpassung“ der im Frühjahr gestellten Anträge an die Subventionskürzungen ist eine Neuerung im Subventionsprozedere, die für die Kulturinitiativen zusätzlichen Aufwand bedeutet, ohne zu wissen, warum.