Die IG Kultur Steiermark agiert als Schnittstelle zwischen Praxis und Theorie der Kulturarbeit. Unser Leitthema ist dabei jenes der Nachhaltigkeit – nicht im rein ökologischen Sinne, sondern als Synonym für die Resilienz, soziale Systeme in Zeiten von Krisen zu stärken. Damit dies gelingt, bedarf es die Stärken einer auf Diversität ausgerichteten Kulturarbeit nicht nur zu erkennen, sondern diese auch aktiv zu fördern, denn sowohl gesellschaftliche Gleichstellung als auch kulturelle Teilhabe sind ein völkerrechtlich verankertes Menschenrecht. Sie sind entscheidender Faktor für eine demokratische Gesellschaft und die Zukunftsfähigkeit des Kulturbetriebes, weshalb die Förderung von inklusiven und partizipativen Praxen eines der wichtigsten Ziele des Kulturbereichs sein sollte.
Wir verstehen diversitätssensible Kulturarbeit als teilhabeorientierte Antidiskriminierungspraxis, die soziale Kategorien wie Alter, Behinderung, Gender, Herkunft, Religion, sexuelle Orientierung und soziale Herkunft in den Blick nimmt und strukturelle Veränderungsprozesse in Gang setzt. In den vergangenen Jahren haben wir uns dahingehend im Rahmen unterschiedlicher Formate gemeinsam mit Kulturakteur:innen mit dem Themenfeld der Diversität auseinandergesetzt. Die Ergebnisse dieser partizipativen Prozesse wurden nun in eine Publikation zum Thema diversitätssensible Kulturarbeit überführt und durch Beiträge externer Expert:innen ergänzt. Die Publikation wird am 30. Januar 2026 präsentiert und dann auch online zum Download zur Verfügung gestellt.
Illustration: ©Lena Geiregger
