Lunch Lecture: 4.Open Call | Kärntner Kulturstiftung
Die erste Lunch Lecture im frischen 2026 gestaltet die Kärntner Kulturstiftung mit uns. Wen spricht der neue Call an und was soll besonders unterstützt werden? Was sind Schwerpunktthemen der Kärntner Kulturstiftung? Diese Fragen und noch viel mehr wird uns das Team der Kärntner Kulturstiftung beantworten. Jetzt mit Nachlese.
Nachlese: Lunchlecture zum 4. Call der Kärntner Kulturstiftung
Am 04.02.2026 fand unsere Lunchlecture zum vierten Open Call der Kärntner Kulturstiftung (KKS) statt. Ulli Sturm, Johanna Steindl und Constanze Drumm gaben einen umfassenden Überblick über die Arbeit der Stiftung und stellten den aktuellen Call zum Thema „Peripherien im Wandel" vor.
Die Kärntner Kulturstiftung im Überblick: Die 2019 gegründete KKS ist Österreichs erste allgemeine gemeinnützige Kulturstiftung. Sie versteht sich als Plattform, um Kunst und Kultur aus Kärnten zu ermöglichen, zu fördern und über die Grenzen hinauszubringen. Seit 2020 schreibt die Stiftung alle zwei Jahre einen Open Call aus, dotiert mit 200.000 €.
Bisherige Calls und Siegerprojekte:
- Call 1 (2020) – Umbrüche: 159 Einreichungen, vier Siegerprojekte, darunter die Ingeborg-Bachmann-Kuppel und Fluss aufwärts
- Call 2 – Demokratie und Kultur: Multimedialer Demokratiechor (Klaus Karlbauer), „Ich bin maßlos in allem" (CCB Bleiburg/Pliberk), Fotoprojekt „Obdach" (Marco Lipusch)
- Call 3 – Jugend und Kultur: „Bühne der Macht" (Theaterfestival in St. Daniel/Gailtal) und Urban Lab Mobile (Urban Playground)
Ein Kernmerkmal der KKS ist die nachhaltige Begleitung: Siegerprojekte werden nicht nur einmalig gefördert, sondern auch bei Wiederaufnahmen und Weiterentwicklungen unterstützt.
Call 4: „Peripherien im Wandel"
Eckdaten:
- Fördersumme: 200.000 € gesamt, aufzuteilen auf mehrere Siegerprojekte
- Einreichfrist: bis 17. April
- Förderhöhe: zwischen 30.000 und 100.000 € pro Projekt (max. 80% der Gesamtkosten, 20% Eigenmittel erforderlich)
- Umsetzungszeitraum: bis spätestens August 2028
- Einreichberechtigt: Alle Personen, Gruppen und Vereine mit Hauptwohnsitz in Österreich (ausgenommen öffentliche Institutionen und Körperschaften öffentlichen Rechts, Einzelpersonen können einreichen)
Zum Thema: Das Kuratorium möchte mit diesem Call das Spannungsverhältnis zwischen Zentrum und Peripherie auflösen. Gesucht sind Projekte, die zeitgenössische Kunst und Kultur im ländlichen Raum verankern, Synergien mit lokalen Institutionen und Vereinen entwickeln und nicht nur als „Kulturexport" funktionieren, sondern vor Ort gemeinschaftliche Strukturen schaffen. Ein Großteil des Projekts soll in Kärnten/Koroška stattfinden, Kooperationen über Bundes- und Landesgrenzen sind ausdrücklich erwünscht. Die Begriffe „Zentrum" und „Peripherie" werden dabei bewusst offen gelassen – auch urbane Projekte mit Verbindung zum ländlichen Raum sind möglich.
Auswahlverfahren: Der Auswahlprozess ist zweistufig:
- Vorprüfung: Das KKS-Team prüft formale Kriterien, Finanzpläne, Zeitpläne und Realisierbarkeit – ohne inhaltliche Wertung.
- Jurierung: Das Kuratorium (Bruno Strobl, Zwetka Lippusch, Julia Schuster, Barbara Putz-Plecko) erstellt eine Shortlist von 6-8 Projekten. Diese werden zu einem Hearing eingeladen, wo Nachfragen gestellt und die Projektträger*innen persönlich kennengelernt werden können.
- Entscheidung: Kuratorium und Vorstand entscheiden gemeinsam über die Siegerprojekte und die Aufteilung der 200.000 €.
Wichtige Hinweise zur Einreichung:
- Gefördert werden neue Projekte – keine Jahresprogramme oder Fortführungen bestehender Formate
- Letter of Intent von Kooperationspartner*innen erforderlich
- Nachweis der Beantragung öffentlicher Fördermittel (Zusage nicht notwendig, Einreichung reicht)
- Detaillierter Finanzplan als Beilage (bei Bedarf eigene Excel-/PDF-Datei anfügen)
- Gemeinsame Vermarktung: KKS-Logo muss bei allen Veröffentlichungen verwendet werden
Besonderheiten der KKS: Ulli Sturm betonte zwei wesentliche Unterschiede zu öffentlichen Fördergebern: Die Stiftung begleitet Projekte nachhaltig über die erste Förderung hinaus und nimmt bei Bedarf nochmals Geld in die Hand für Wiederaufnahmen oder Weiterentwicklungen. Zudem werden Fördermittel bedarfsorientiert ausgezahlt – anhand vereinbarter Meilensteine, genau dann, wenn das Geld gebraucht wird, nicht erst nach Projektabschluss.
Weitere Informationen und Einreichung: Alle Informationen, das Einreichformular und die Ausschreibung finden sich auf www.kulturstiftung.at
Bei Fragen steht das Team der Kulturstiftung gerne zur Verfügung: office@kulturstiftung.at
Wir bedanken uns herzlich beim Team der Kärntner Kulturstiftung für die ausführliche Präsentation und ermutigen dazu eure Projekte einzureichen!